Die Wirtschaft
Die enormen staatlichen Konjunkturpakete sowie die lebenserhaltenden Maßnahmen der Notenbanken für das Finanzsystem haben funktioniert. Inzwischen hat die Weltwirtschaft eine „Bodenbildung“ vollzogen, und die momentane Situation an den Aktien- und Kreditmärkten kann durchaus als ein finanzielles „El Dorado“ bezeichnet werden. Weltweit zieht das Wachstum wieder an, während wir es gleichzeitig rund um den Globus mit einer sehr lockeren Geldmarkt- und Steuerpolitik zu tun haben. Die asiatischen Volkswirtschaften waren die ersten, die eine Trendwende verzeichneten, und werden in der nächsten Zeit wohl positiv zum globalen Wachstum beitragen. Darüber hinaus hat der IWF Anfang Oktober die Aussichten für die Weltwirtschaft nach oben korrigiert. Der IWF erwartet mittlerweile für 2010 ein globales Wachstum von 3,1%, nachdem er noch im Juli von 2,5% ausgegangen war. Der IWF betont aber auch weiterhin, dass die Krise noch nicht vorüber ist. Dies gelte insbesondere für die westlichen Industrienationen. Das anstrengende „Aufräumen“ im Bankensystem ist zwar noch nicht zu Ende, aber im US-Bankensektor scheint es zumindest fortgeschritten zu sein.
In der nachfolgenden Tabelle werden die realen Erträge, die Aktien und Staatsanleihen unter diversen volkswirtschaftlichen Bedingungen der US-Wirtschaft nach einer Finanzkrise seit 1925 erzielt haben, dargestellt. Unter einem geringen Wachstum bei gleichzeitig niedriger Inflation sind unterdurchschnittliche Wachstums- und Inflationstrends zu verstehen. Überraschenderweise lässt sich beobachten, dass das Szenario eines geringen Wachstums und einer niedrigen Inflation im Hinblick auf die Erträge das für die Finanzmärkte letztlich „beste“ Umfeld darstellt.